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"Mini Med" startet in den Frühling
17.3.2010
 
 
Scharer: Die Vorlesungsreihe leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge
 
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Salzburgs erfolgreiche und kostenlose Gesundheits-Vorlesungsreihe "Mini Med Salzburg" startet morgen, Donnerstag, 18. März, um 19.00 Uhr im Saal der Salzburger Nachrichten. in das neue Semester. "Mini Med leistet einen hervorragenden Beitrag zur Gesundheitsvorsorge", betonte Gesundheitsreferentin Landesrätin Erika Scharer dazu heute, Mittwoch, 17. März, "und mit Mini Med können medizinisch Interessierte Spitzenmedizin hautnah erleben." Schließlich würden Information und Beratung neben bester medizinischer und gesundheitlicher Versorgung zu den wichtigsten Grundpfeilern der Gesundheitsprävention gehören.

"Mit Mini Med Salzburg werden komplexe Gesundheits-Themen und neueste medizinische Erkenntnisse für alle Interessierte verständlich von führenden Ärztinnen und Ärzten aufbereitet. Außerdem erhalten mit dem Mini-Med-Studium alle Salzburgerinnen und Salzburger die Chance, sich aus erster Hand über das Neueste aus Medizin und Wissenschaft zu informieren und mit den Experten zu diskutieren", sagte Scharer.

Morgen fällt der Startschuss zum bereits zwölften Semester des bewährten Mini-Med-Studiums unter der wissenschaftlichen Leitung von Primar Univ.-Prof. Dr. Max Pichler. In informativen Vorträgen vermitteln Experten der Universitätsklinik Salzburg medizinischen Laien alles Wissenswerte über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse.

Seit Jahren schon gehören die Frühjahrs- und Herbstsemester des vom Land Salzburg getragenen Mini-Med-Studiums zu den fixen Bestandteilen von Gesundheitserziehung und Vorbeugung in Salzburg. Das Rezept ist dabei über die Jahre gleich geblieben: In einfachen, allgemein und ohne medizinische Vorkenntnis verständlichen Vorträgen schildern Experten die neuesten Erkenntnisse rund um Diagnose, Behandlung aber auch Vorbeugung bestimmter Leiden. Im Anschluss an die Vorträge gibt es die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. "Jeder soll kostenlosen Zugang zu neuesten medizinischen Erkenntnissen haben", so Landesrätin Erika Scharer.

Gestartet wird morgen, Donnerstag, um 19.00 Uhr, im Saal der Salzburger Nachrichten, Karolinger Straße 40 in Salzburg, mit dem Vortrag zum Thema "Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Ein Wechselspiel zwischen Körper und Psyche" (Vortrag von Oberarzt Dr. Thomas Haas, PMU Salzburg und Oberarzt Dr. Christopher Kartnig von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der PMU Salzburg). Weitere Themen sind: "Wer Ohren hat, der höre!: Schwerhörigkeit, Hörsturz, Tinnitus"; "Die Leber, chemische Zentrale unseres Körpers: Vorbeugung und aktuelle Therapien von Hepatitis & Co"; "Ab dann wird alles anders: Wechseljahre"; "Ein gewichtiges Problem!: Die Fettfalle und das Metabolische Syndrom"; "Das Immunsystem auf Abwegen"; "Das männliche Problem Prostata"; "Medizinscher Fortschritt: Chirurgische Eingriffe über kleinste Zugänge"; "Abhängigkeitserkrankungen: Ursachen, Verlauf, Behandlungsmöglichkeiten" sowie "Geld sparen mit Medikamenten: Bleibt die Qualität auf der Strecke?"

Weitere Detailinformationen gibt es unter www.minimed.at im Internet.  o57-110

116-Betten-Internat entsteht bis Herbst 2011 in Tamsweg
16.3.2010
 
 
Burgstaller: Weiterer Schritt zur Sicherung des Bildungsstandorts / Brenner: Wirtschaft in der Region ankurbeln, Arbeitsplätze sichern
 
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Der Lungau, Salzburgs südlichster Bezirk, erhält in Tamsweg eine moderne Wohnstätte für Schüler. Das neue Internat, das zu Schulbeginn 2011 fertig gestellt sein soll, wird mit 60 Betten sowohl das derzeit in einem Privatgebäude untergebrachte bestehende Landesberufsschülerheim ersetzen als auch für das Golfsportmodell der Bundeshandelsakademie Tamsweg 56 Betten bereit stellen. "Ein vieldiskutiertes und langersehntes Projekt findet endlich seine Umsetzung. Damit folgt ein weiterer Schritt zur Sicherung des Bildungsstandorts Tamsweg. Die Modernisierung der Berufsschulen, die in den vergangenen Jahren intensiv vorangetrieben wurde, wird weiter fortgesetzt. Dies kommt nicht nur den Lehrlingen zugute, sondern auch den heimischen Betrieben des Bauhaupt- und Baunebengewerbes, was angesichts der derzeitigen angespannten Wirtschaftslage von besonderer Bedeutung ist", erklärte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Dienstag, 16. März.

Für Finanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. David Brenner ist das Schülerheim Tamsweg eines der größten Projekte, das vom Land Salzburg in den nächsten Jahren im Lungau realisiert wird. "Und es ist Teil jener ‘Investitionsoffensive Lungau‘, mit der wir gerade jetzt die Wirtschaft in der Region ankurbeln und Arbeitsplätze sichern", so Brenner.

Wie auch das vor kurzem eröffnete Schülerheim in St. Johann im Pongau soll das neue Schülerheim in Tamsweg den Schülerinnen und Schülern modernes Wohnambiente und eine Erleichterung im Schulalltag bieten. Die Gesamtbaukosten wurden auf rund sechs Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt über ein Wohnbauförder-Darlehen sowie über einen Bundeszuschuss für den Golf-HAK-Teil in Höhe von rund 9.000 Euro pro Internatsbett. Für die 60 Betten des Berufsschülerheims steuert das Land rund zwei Millionen Euro bei. Weiters kauft das Land Salzburg ein für den Bau benötigtes fast 16.000 Quadratmeter großes Grundstück um rund eine Million Euro. Diesen Grund stellt das Land Salzburg im Baurechtsweg der Gemeinnützigen Salzburger Wohnbaugesellschaft (gswb) zur Verfügung. Beide in einem Gebäudekomplex untergebrachten Heime, die künftig vom Salzburger Jugendherbergswerk betrieben werden, sind räumlich und funktionell eigenständig.

Entscheidung für wirtschaftliche Lösung

Die Landesberufsschule Tamsweg bildet angehende junge Angestellte aus dem gesamten Bundesland zu Einzel-, Immobilien- und Bürokaufleuten, zu Verwaltungs- und Kanzleiassistenten sowie Buchhaltern aus. Die Ausbildung im Handel umfasst die Schwerpunkte Baustoffe sowie Farbenfachhandel. Aufgrund der Entfernung sind viele Lehrlinge auf die Unterbringung im Schülerheim angewiesen. 309 Schüler besuchen derzeit die Schule, 217 davon das Internat während der mehrwöchigen Theorieblöcke. Das derzeitige Schülerheim wurde vom Land Salzburg gepachtet und adaptiert. Es entspricht jedoch nicht mehr dem Standard, den ein zeitgemäßes Schülerheim haben sollte. "Unsere Lehrlinge haben ein Anrecht auf ein qualitätsvolles Wohn- und Arbeitsambiente. Das kann das alte derzeitige Gebäude nicht mehr bieten. Seit Jahren prüft deshalb das Land Alternativen für den derzeitigen Standort. Sanierung, Neubau, anderes Gebäude oder eine Standortverlegung zum Schülerheim der Landwirtschaftlichen Fachschule. Schlussendlich kam es zu der Entscheidung, dass ein Neubau des Internats wirtschaftlicher ist als die Generalsanierung und der Ausbau eines Gebäudes, das nicht im Eigentum des Landes steht", erläuterte Burgstaller wie es zur aktuellen Lösung kam. Eine gemeinsame Neuerrichtung der Schülerheime für Berufsschule und Landwirtschaftlicher Schule wurde von den Experten abgelehnt.

Golf-HAK vereint Berufsausbildung und Spitzensport optimal

Seit dem Schuljahr 2008 ist in Tamsweg das Golfleistungszentrum West in Verbindung mit der Handelsakademie Tamsweg eingerichtet worden. Burgstaller: "Es ist ein einzigartiges Modell, das Berufsausbildung und Spitzensport optimal vereint. Die neue ‘Golf-HAK‘ bringt wichtige Impulse für die regionale Entwicklung und für den Tourismus und ist wichtig für die Sicherung des Schulstandortes", so die Bildungsreferentin. Das "GolfLeistungsZentrum West" ist in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Golfverband aufgebaut worden. Es soll vor allem Schüler aus den anderen Bundesländern und aus Nachbarstaaten wie Deutschland oder der Schweiz ansprechen, die dann parallel dazu die HAK-Ausbildung in Tamsweg absolvieren. Derzeit besuchen 32 Schüler/innen diese Schule. Mit den beiden Golfclubs GC Lungau in St. Michael und GC Murau Kreischberg in St. Georgen ob Murau wurde für die Golfausbildung der Schüler eine Zusammenarbeit vereinbart.

Dieser neue Bildungsweg bringe einerseits junge Menschen aus anderen Bundesländern und auch aus Nachbarländern in den Lungau und schaffe andererseits auch neue berufliche Perspektiven für die heimischen Jugendlichen, stellte die Landeshauptfrau fest. Die professionelle Vermarktung des neuen Angebotes habe eine Steigerung der Bekanntheit zur Folge und bewirke neue Impulse für den Golftourismus in der Region Lungau. Kooperationen mit allen namhaften Branchenmedien und Internetplattformen sorgen für mehr Breitenwirkung in der Zielgruppe des Golfsports – in ganz Österreich und darüber hinaus. "Als einzige Ausbildungsstätte seiner Art im Westen Österreichs schafft das GolfLeistungsZentrum West gemeinsam mit der HAK Tamsweg eine fundierte Basis für die Zukunft des Golfsports in Österreich", so die Landeshauptfrau.

Somit hat sich auch der Bedarf eines neuen Schülerheims für die Golf-HAK Tamsweg ergeben. Es erfolgte darauf eine Prüfung der Synergieeffekte, die beim Neubau eines Internats der Golf-HAK und des Landesberufsschülerheims erzielt werden können. "Es bietet sich an, das Heim gemeinsam zu bauen. Zugegeben, es ist nicht üblich, dass ein Landes- und Bundesschülerheim gemeinsam gebaut werden, aber es ist vor allem aufgrund der unmittelbaren Nähe beider Schulen sinnvoll. Darüber hinaus ist es nicht sinnvoll, die Infrastruktur bzw. Einrichtung wie etwa Küche, Aufenthalts- und Freizeiträume, Speisesaal oder Lernräume zwei Mal zu bauen, sondern ein Heim für alle Schüler beider Schulen", erklärte die Bildungsreferentin.

Ebenfalls noch in diesem Jahr wird der Startschuss für das Lungauer Kultur- und Sportzentrum in Tamsweg fallen. Hier beträgt das Investitionsvolumen rund acht Millionen Euro. Brenner: "All diese Bauvorhaben belegen das klare Bekenntnis der Landesregierung, im Lungau die Infrastruktur in den wichtigen Bereichen Bildung, Sport und Kultur massiv zu verbessern. Dafür stellen wir Rekordsummen zur Verfügung, weil es hier um strukturelle Maßnahmen geht, die vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise Sinn haben und es sich hier um Zukunfts-Entscheidungen für Jahrzehnte handelt."

Attraktives Wohnumfeld schaffen

"Die gswb kann nach dem erst vor kurzem in St. Johann übergebenen Landesberufsschülerheim erneut ihre Kompetenz in der Abwicklung von Bauprojekten für das Salzburger Schulwesen unter Beweis stellen", zeigte sich der technische Geschäftsführer der gswb, Direktor Arch. Dipl.-Ing. Leonhard Santner erfreut und ergänzte: "Unser Ziel ist es, den Schülern, die nach Tamsweg pendeln, um die Berufsschule bzw. die Handelsakademie zu besuchen, ein gemütliches Wohnumfeld zu bieten, wo sie sich wohlfühlen können." Dazu zählen modern eingerichtete Zweibettzimmer mit Dusche und WC, Internet- und Fernsehanschluss, aber auch zeitgemäß eingerichtete Gemeinschaftsräume für Studium und Freizeit.

Energieeffizienz steht auch bei diesem Projekt an oberster Stelle. Die Herausforderung liegt deshalb nicht nur in der Umsetzung einer anspruchsvollen Architektur, sondern auch eines modernen Energiekonzeptes. Das neue Landesberufsschülerheim und das Schülerheim der Handelsakademie werden entsprechend dem "Pflichtenheft – Energieeffizienz für Salzburger Landesgebäude" errichtet und den Anforderungen eines Niedrigstenergiehauses entsprechen.

Vergabeverfahren läuft

Die Planungs- und Bauleistungen werden an einen Generalübernehmer vergeben. Das Bewerbungsverfahren für die Umsetzung dieses Bauvorhabens läuft derzeit. Die Vorteile liegen für Santner auf der Hand: "Nur mit einer Vergabe an einen Generalübernehmer haben wir die Gewähr, den engen Zeitplan mit der Übergabe im September 2011 und die Kosten einhalten zu können." Noch vor dem Sommer wird eine Jury die eingereichten Projekte aus dem Ausschreibungsverfahren prüfen. Bereits im September 2010 soll der Spatenstich erfolgen.

Die im Eigentum des Landes Salzburg und der Stadtgemeinde Salzburg stehende Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft kann bereits auf zahlreiche Wohnheimprojekte verweisen. Bereits 1975 hat die gswb das Berufsschülerheim in Hallein errichtet, 2005 generalsaniert, auf den neuesten technischen Stand gebracht und um eine Multifunktionshalle erweitert. 2008 erfolgte die Fertigstellung eines weiteren Vergrößerungsbaus in Form eines Wintergartens. Und im September 2009 – rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahres – wurde das Landesberufsschülerheim in St. Johann fertig gestellt und übergeben. Aber auch mit der Errichtung der Volksschule Puch sowie der Generalsanierung des großen Schulkomplexes der HTL Saalfelden, die nach dreijähriger Bauzeit Ende 2008 abgeschlossen wurde, unterstreicht die gswb ihre Kompetenz bei der Abwicklung von Bauprojekten für das Schulwesen im Land Salzburg. o56-61


 

Zeitgemäßer Standard für Burscheninternat Winklhof
16.3.2010
 
 
Landesrechnungshof prüfte Landwirtschaftsschule und Landwirtschaftsbetrieb in Oberalm
 
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Die Landwirtschaftsschule (LWS) mit dem Landwirtschaftsbetrieb Winklhof in Oberalm steht im Fokus des jüngsten Prüfberichtes des Landesrechnungshofes (LRH), den Landtagspräsident Simon Illmer heute, Dienstag, 16. März, den Landtagsparteien übermittelt hat. Dabei handelt es sich um eine Nachprüfung, die die Wirtschaftsjahre 2006 bis 2008 und die daraus ableitbaren Veränderungen gegenüber den Wirtschaftsjahren davor zum Inhalt hat. Außerdem wurde überprüft, inwieweit die Empfehlungen des LRH zu einzelnen Punkten des Prüfberichtes aus dem Jahr 2007 über den "Schul- und Internatsbetrieb an Landwirtschaftsschulen" umgesetzt wurden.

Der im Vorbericht von 2007 vor allem im Burscheninternat festgestellte abgewohnte Zustand konnte etwas verbessert werden. Als besonders dringende Maßnahme wird vom LRH die Erneuerung der Sanitärbereiche empfohlen. Ziel sollte ein zeitgemäßer Standard sein. Die Sanierung des Burscheninternates im Schloss befindet sich bereits in der Planungsphase, wird in der Stellungnahme mitgeteilt. Mit der ersten Bauetappe soll heuer begonnen werden. Dafür wurden im a.o. Budget für die Jahre 2010 sowie 2011 je 600.000 Euro vorgesehen.

Am 9. Februar 2007 wurde das von der SABAG (Schulen Errichtungs- und Vermietungs-GmbH) errichtete Gebäude (Küche, Turn- und Speisesaal samt Nebenräume) an den Mieter (Land Salzburg) übergeben. Die Gesamtbaukosten nach Endabrechnung betrugen rund 3,1 Millionen Euro und lagen um rund 19.000 Euro unter den ursprünglich geschätzten Kosten. Der LRH stellt fest, dass die Abrechnung des Bauvorhabens nachvollziehbar und vertragsgemäß erfolgte.

Die vom LRH festgestellten Mängel im Rechnungswesen wurden überwiegend beseitigt. Nicht umgesetzt wurde eine raschere Übernahme der Daten von den LWS in die Haushaltsrechnung des Landes mit einer entsprechenden Software. Die Materialkarteien der Werkstätten konnten während der Prüfungseinschau noch nicht vorgelegt werden. Aufgrund einer Richtlinie zur Materialverwaltung sollen künftig nachvollziehbare Materialaufzeichnungen stattfinden, heißt es im Prüfbericht.

Der Abgang der LWS Winklhof erhöhte sich im Jahr 2008 im Vergleich zum Jahr 2005 um 14,1 Prozent. Ursache dafür war vor allem ein Anstieg der Ausgaben für Instandhaltung bedingt durch die alte Bausubstanz des Schlosses. Die im Vorbericht zu den Sachausgaben vom LRH  ausgesprochenen Empfehlungen der getrennten Erfassung von Ausgaben für Reinigung sowie der Erträge aus Veranstaltungen wird künftig entsprochen werden. Die Ausgaben für Miet- und Pachtzinse werden sich durch den Ankauf des Wiesenhofes ab dem Jahr 2009 vermindern. Der LRH empfiehlt, auf Grundlage einer Kalkulation die Kosten zu errechnen, die der Landwirtschaftsschule durch die Nutzung der Pferde sowie der Räumlichkeiten entstehen. Es ist darüber eine Vereinbarung abzuschließen. Diese wurde bereits abgeschlossen, ist der Stellungnahme von Landesamtsdirektor Hofrat Dr. Heinrich Christian Marckhgott zu entnehmen.

Weitere Brandschutzmaßnahmen

Die vom LRH im Vorbericht dringend empfohlenen brandschutztechnischen Maßnahmen im Burscheninternat wurden im Jahr 2009 abgeschlossen. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 383.000 Euro. Als problematisch aus der Sicht des Brandschutzes wertet der LRH die Situation der Internats- und Klassenzimmer im Käsereigebäude. Hier sind dringend als Erstmaßnahme Brandschutztüren und zur Brandfrüherkennung Heimrauchmelder einzubauen. Eine Anbindung an die bestehende Brandmeldeanlage wäre empfehlenswert. Weiters sollte auch die Hauswirtschaftsschule über eine Brandmeldeanlage verfügen. In den Werkstätten im Untergeschoß bestehen Brandlasten und der LRH erachtet es als notwendig, sich mit diesem Problem zu befassen. Eine Verlegung der Werkstätten sollte in die Überlegungen einbezogen werden. In der Stellungnahme wird dazu mitgeteilt, dass die Schulklasse im April 2010 umsiedelt und für die Internatsräume seien bereits Brandschutztüren montiert worden. Weiters wurde im Oktober 2009 ein Heimrauchmelder installiert. Aus budgetären Gründen könne derzeit keine Anbindung an die Brandmeldeanlage stattfinden.

Mehr Bio-Lebensmittel werden verwendet

Der Bezug von Lebensmitteln erfolgte nach wie vor überwiegend von Lieferanten für Großverbraucher mit einem Anteil von 53,1 Prozent zum Gesamteinkauf. Dieser ging jedoch, wie aus dem Vorbericht zu ersehen, um 9,2 Prozent zurück. Positiv wertet der LRH den Anstieg des Anteils an Bio-Lebensmitteln mit 15,2 Prozent. Dieser Wert wird sich noch erheblich verbessern, sobald der Landwirtschaftsbetrieb als biologisch wirtschaftender Betrieb anerkannt ist (seit 1. Jänner 2010).

Die Verköstigungsquote des Jahres 2008 mit einem Wert von 4,48 Euro war um 9,1 Prozent günstiger als im Vergleich zum Jahr 2005 (4,93 Euro). Insgesamt wird diese Entwicklung positiv bewertet, wobei der LRH der Ansicht ist, dass durch verstärkte Preisvergleiche, dieser Wert noch verbessert werden könnte. Es war ein Anstieg der Tagesverpflegungen je Vollzeitäquivalent um 22,5 Prozent im Jahr 2008 gegenüber dem Jahr 2005 festzustellen und auch die Produktivität in der Wirtschaftsküche konnte um 8,1 Prozent verbessert werden.

Die Reinigungskosten je Quadratmeter Nutzfläche von 21,93 Euro im Jahr 2008 erhöhten sich gegenüber dem Vergleichsjahr 2005 um 11,3 Prozent. Aufgrund des Ergebnisses einer Ausschreibung für die Reinigung während der Prüfungseinschau ist eine 40-prozentige Einsparung bei den Reinigungskosten zu erwarten.

Eine vom LRH im Vorbericht empfohlene Kostenrechnung für die verschiedenen Leistungsbereiche bestand zum Prüfungszeitpunkt noch nicht. Es wurde jedoch zugesichert, eine solche ab dem Budgetjahr 2010 zu realisieren.

Betriebswirtschaftliches Ergebnis verbessert

Das betriebswirtschaftliche Ergebnis des Landwirtschaftsbetriebes Winklhof verbesserte sich im Nachprüfungszeitraum. So verminderte sich der Reinverlust des Jahres 2008 gegenüber dem Jahr 2005 um 28 Prozent. Durch den Kauf des Wiesenhofes und den vermarktbaren Bioprodukten ist in den nächsten Jahren ein Sinken des Reinverlustes zu erwarten.

Der Bauernmarkt erzielte im Jahr 2008 (einschließlich Abschreibung) einen Abgang von 35.042 Euro. Unter Einbeziehung der Ergebnisse der Jahre 2003 bis 2005 ist davon auszugehen, dass der Bauernmarkt die Abschreibungen nicht erwirtschaften wird. Der LRH erachtet es aber im Sinne einer wirtschaftlichen Betriebsführung als unbedingt erforderlich, dass die Überschüsse die Personal- und Betriebskosten abdecken. In der Stellungnahme wird dazu ausgeführt, dass eine ausgeglichene Bilanz unter Einrechnung der aliquoten Abschreibung angestrebt werde. Zum Zeitpunkt der Prüfungseinschau fehlten die vom LRH im Vorbericht bereits urgierten Benützungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Bauermarktes. In der Stellungnahme sicherte die überprüfte Stelle zu, demnächst neue Vereinbarungen abzuschließen.

Die Jahresabschlüsse des Molkereibetriebes zeigten für die Jahre 2006 und 2007, dass die Aufwendungen des laufenden Betriebes durch Erträge abgedeckt werden können. Durch Investitionen in die Erhaltung des Käsereibetriebes kam es im Jahr 2008 zu einem Verlust von 10.948 Euro. Aufgrund der Vermietung von Räumlichkeiten kann davon ausgegangen werden, dass sich die Wirtschaftskosten des Molkereibetriebes vermindern werden. Es ist somit in den nächsten Jahren jedenfalls ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erreichen. o56-23 

Der Bericht des Landesrechnungshofes "Landwirtschaftsschule und Landwirtschaftsbetrieb Winklhof" kann im Internet unter www.salzburg.gv.at/lrh-berichte abgerufen werden.

Flachgauer Erwachsenenbildner halten Regionalkonferenz ab
15.3.2010
 
 
Erfahrungsaustausch und Impuls für die Region am 19. März auf Schloss Seeburg in Seekirchen
 
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Zum Erfahrungsaustausch, gegenseitigen Kennenlernen und zum Impuls für die Region treffen einander am Freitag, 19. März, von 14.00 bis 19.00 Uhr in der Erwachsenenbildung Tätige zur Regionalkonferenz Erwachsenenbildung Flachgau 2010 in der Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen. Dabei finden die Bezirkstagung des Salzburger Bildungswerkes, ein Treffen der Bibliothekarinnen und Bibliothekare, ein Regionaltreffen des Katholischen Bildungswerks sowie ein Zweigstellenleitungstreffen der Salzburger Volkshochschule statt. Um 17.00 Uhr wird Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak vom King‘s College London und gleichzeitig Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung an der Universität Salzburg über das Thema Armut und Ausgrenzung referieren.

Anmeldungen sind bis 12. März beim Land Salzburg, Erwachsenenbildung und Bildungs-medien, Telefon: 0662/8042-5612, E-Mail: eb@salzburg.gv.at oder online unter www.erwachsenenbildung.salzburg.at/flachgau möglich. o55-111


 

Lehrlingsausbildung im Verbund
12.3.2010
 
 
Besuch der Lehrwerkst?e Kaprun
Burgstaller besuchte Lehrwerkstätte Kaprun: In guter Ausbildung liegt Schlüssel für Arbeitsplätze der Zukunft
 
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Einen Einblick in die Lehrlingsausbildung für technische Berufe konnte sich Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Freitag, 12. März, bei einem Besuch in der Lehrwerkstätte Kaprun machen, bei der ihr das Ausbildungskonzept vorgestellt wurde. "Qualifizierung und Ausbildung sind mir ein zentrales Anliegen. In einer guten Ausbildung liegt der Schlüssel für die Arbeitsplätze der Zukunft. In einer sinnvollen Weiterqualifizierung liegt die Chance für Salzburgs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sich für zukunftssichere Jobs fit zu machen", erklärte die Arbeitsmarktreferentin.

In der Lehrwerkstätte werden derzeit 15 Lehrlinge im ersten Lehrjahr ausgebildet, wovon sieben aus Salzburg, vier aus Kärnten, drei aus Tirol und ein Lehrling aus Osttirol kommen. 14 werden im Doppelberuf Elektrobetriebs-/Maschinenbautechniker, ein Lehrling wird als Kommunikationstechniker ausgebildet. Seit 1948 hat der Verbund mehr als 2.000 Lehrlinge ausgebildet. Sie sammeln ihre praktische Erfahrung im ersten Jahr in der Verbund-Lehrwerkstätte im Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug oder in Kaprun.

Mit der Ausbildung zum Elektrobetriebs-/Maschinenbautechniker wird die Chance geboten, in vier Jahren gleich zwei Berufe zu erlernen. In der Elektrobetriebstechnik wird mit einfachen Schaltungen begonnen, danach werden die wichtigen Schutzmaßnahmen vermittelt, im vierten Lehrjahr stehen dann Digital- und Analogtechnik auf dem Lehrplan. In der Maschinenbautechnik arbeiten die Lehrlinge an modernsten Maschinen. Sie programmieren die Werkstücke auf dem Laptop und übertragen die Programme auf die vollautomatischen Fertigungsmaschinen. Metallbearbeitung in den verschiedensten Techniken wird bereits im ersten Lehrjahr durchgeführt. Neben der Vermittlung grundlegenden Knowhows erhalten die Lehrlinge auch die in der Energiewirtschaft benötigten Spezialkenntnisse.

In der Vermessungsgruppe der Verbund-Austrian Hydro Power AG führen die Lehrlinge in ganz Österreich an Talsperren und Kraftwerksanlagen vermessungstechnische, hydrografische und baumesstechnische Kontroll- und Beweissicherungsmessungen durch. Für diesen Beruf sind neben einem ausgeprägten technischen und mathematischen Verständnis auch logisch-analytisches Denken, gutes Seh- und visuelles Vorstellungsvermögen, die Bereitschaft zu Einsätzen in der freien Natur, körperliche Eignung für Einsätze im Hochgebirge und gute Schwimmkenntnisse nötig.

Die (bau)technischen Zeichner gehören zur Gruppe Bau Niederdruckanlagen der Verbund-Austrian Hydro Power AG und sind für die bauliche Erhaltung und den Neubau bzw. die Erweiterung von Flusskraftwerken in ganz Österreich zuständig. Für diesen Beruf sind neben einem ausgeprägten technischen und mathematischen Verständnis auch logisch-analytisches Denken, ein räumliches Vorstellungsvermögen sowie gute Computerkenntnisse gefragt.

Lehrlinge in der Kommunikationstechnik arbeiten für die Verbund-Telekom Service GmbH in Wien. "Jedes Jahr erhalten rund 45 neue Lehrlinge die Gelegenheit, den begehrten und europaweit einzigartigen Doppelberuf Elektrobetriebs- und Maschinenbautechniker zu erlernen. Strenge Auswahlverfahren bei der Aufnahme, höchste Ausbildungsstandards sowie eine moderne Infrastruktur garantieren nicht nur eine Abschlussquote von annähernd 100 Prozent, sondern auch ausgezeichnete Facharbeiterprüfungsergebnisse und damit hervorragende Aussichten für die berufliche Zukunft", erläuterte Dipl.-Ing. Dr. Herbert Schröfelbauer, Vorstandsvorsitzender der Verbund-Austrian Hydro Power AG beim Rundgang. o53-60  

Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos vom Besuch von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller in der Lehrwerkstätte Kaprun anbieten.

Weiterbildungsagentur als zentrale Beratungs- und Koordinationsstelle
12.3.2010
 
 
Burgstaller zur Regionalkonferenz der Erwachsenenbildung im Pinzgau: Lebensbegleitendes Lernen ist Selbstverständlichkeit
 
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"Das Feld der Erwachsenenbildung hat sich verändert. Weiterbildung ist heute sehr stark mit Lebenschancen verknüpft. Das lebensbegleitende Lernen ist für jüngere Menschen schon zur Selbstverständlichkeit geworden und wird positiv gesehen. Früher hieß es zum Beispiel Lehre oder Matura. Heute haben wir Lehre mit Matura; ein Weg, der zeigt, dass wir schon viele Knotenpunkte im Bildungsbereich geschaffen haben. Unser Ziel ist es, über den Lebensverlauf hinweg viele Weichen einzubauen, die zur Weiterbildung führen. Weiterbildung und Qualifizierung müssen zur Selbstverständlichkeit werden. Nur so sichern wir unsere Zukunft." Dies stellte Bildungsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller anlässlich der "Regionalkonferenz Erwachsenenbildung Pinzgau 2010", die heute, Freitag, 12. März, in der Wirtschaftskammer in Zell am See stattfindet, fest.

Burgstaller kündigte an, dass im Herbst 2010 eine Erstanlaufstelle für die gesamte Erwachsenenbildung des Landes eingerichtet werden soll, in der professionelle Beratung für Schulabgänger, Arbeitslose, Bildungsinteressierte, Wiedereinsteigerinnen u.a. angeboten wird. Die Beratung soll anbieterunabhängig sein, eine solide Erstinformation vermitteln und in allen Bezirken durchgeführt werden. Unter dem Dach der neu zu schaffenden Weiterbildungsagentur wird auch eine zentrale Koordinationsstelle für alle Einrichtungen ihren Platz finden.

Bibliotheken ermöglichen allen Menschen, ob jung oder alt, freien niederschwelligen Zugang zu Informationen und Unterhaltung. Die neue Stadtbibliothek Salzburg ist eine der ersten Bibliotheken in Österreich, die den Download von Zeitschriften, Büchern, Musik usw. anbietet. Diese Art der Mediennutzung nimmt stark zu. "Mir ist es wichtig, dass es ein solches Angebot nicht nur in großen Städten gibt. Alle öffentlichen Bibliotheken des Landes erhalten ab Herbst die Möglichkeit, Medien auf diese Weise anzubieten. Dafür konnte ich im außerordentlichen Haushalt zusätzliche Gelder für die Umsetzung vorsehen. Auch hier stehen die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss", sagte Burgstaller.

Der Ausbau der Basisbildung ist ein weiteres zentrales Anliegen der Bildungsreferentin. In einem ersten Schritt werden die Alphabetisierungsmaßnahmen ausgebaut. Dabei arbeiten der Verein abc und die Volkshochschule zusammen und erhalten vom Land finanzielle Unterstützung. Ab 2011 wird der Bund Gelder zuschießen, sodass der Ausbau rascher erfolgen kann. "Wir sind auf einem guten Weg", zeigte sich die Landeshauptfrau zuversichtlich.

Trotz des Sparbudgets sei es ihr gelungen, Ermessenskürzungen für die Einrichtungen der Erwachsenenbildung für 2010 und 2011 zu verhindern, so die Bildungsreferentin. Diese Einrichtungen, das Salzburger Bildungswerk, das Katholische Bildungswerk, die Volkshochschule, das Bildungshaus St. Virgil und alle Bibliotheken des Landes bilden ein wichtiges Rückgrat für die vielen Kurse, Seminare und Veranstaltungen der Erwachsenenbildung.

Stolze Bilanz der Erwachsenenbildung in Salzburg

Die Bilanz des Weiterbildungsbereichs in Salzburg ist beachtlich: 15.500 Veranstaltungen, Kurse und Seminare wurden 2009 abgehalten, 350.000 Menschen nahmen dieses Angebot in Anspruch. 80.200 Nutzer sind in den Bibliotheken angemeldet. Rund 370.000 Besucher wurden in den 74 Orts-, Regional- und Fachmuseen des Landes gezählt.

Landeshauptfrau Burgstaller bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen, die in der Erwachsenenbildung tätig sind. Ohne deren Bereitschaft und Einsatz gäbe es so manche kleinere Bibliothek und so manche Veranstaltung auf Ortsebene auch nicht mehr.

Die Regionalkonferenzen der Erwachsenenbildung in allen Bezirken bieten Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, Kennenlernen, Koordinieren und Kooperieren mit anderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung und öffentlichen Bibliotheken.

Netz der Erwachsenenbildung ist auch in Regionen dicht geknüpft

Das Netz der Salzburger Erwachsenenbildung sei auch in den Regionen dicht geknüpft. In jeder Salzburger Gemeinde gebe es neben den Schulen noch mindestens eine weitere Bildungseinrichtung, so Landeshauptfrau Burgstaller, die daran erinnerte, dass die Pinzgauer Projektgruppe des Katholischen Bildungswerks "Mut zum Leben" den diesjährigen 1. Innovationspreis des Landes für Erwachsenenbildung erhalten habe: "Auch dieses Projekt dreht sich um Chancen. Die Chance, sich mit Problemen des Lebens auseinanderzusetzen und diese Probleme zu bewältigen."

Neben dem Katholischen Bildungswerk sind unter anderem Sozialhilfeeinrichtungen, das Rote Kreuz, das Bundesheer, die Lions oder Theatergruppen wichtige Partner. Die Themenpalette ist sehr breit und reicht von Trauer, Kränkung, Sucht, Kommunikation, Alkoholismus, Bulimie bis zur Beschäftigung mit Lebensübergängen. Der neueste Schwerpunkt nennt sich "Mannsbilder". Dieses spannende Unterfangen möchte für die häufig für sensible Lebensfragen aufs Erste eher schwer erreichbare Gruppe der Männer neue Zugänge schaffen; unter anderem zu ihrer Gefühlswelt oder zu ihrem Gesundheitsbewusstsein. Die Initiative setzt auf Teamarbeit im Hintergrund und auf einen langen Atem. Sie greift mutig aktuelle und teilweise tabuisierte oder in ihrer Bedeutung öffentlich unterschätzte Themen mitten aus dem Leben auf und trägt damit wesentlich dazu bei, die Bedeutung der Erwachsenenbildung zu erhöhen. o53-22

 

 

Künstlerischer Blumenschmuck zwischen Chrom und Blech
12.3.2010
 
 
Burgstaller beim Landeslehrlingswettbewerb der Floristen im Messezentrum Salzburg
 
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"Die Herausforderung eines Wettbewerbes für junge Menschen, die in ihrer Ausbildung stehen, ist etwas Besonderes. Unter Druck kreativ zu sein und mit Konzentration und hoffentlich auch Freude die Werkstücke zu erarbeiten, ist mit Sicherheit nicht einfach und verdient höchste Anerkennung. Dass sich Lehrlinge einem landes- und schließlich einem bundesweiten Wettbewerb stellen, ist nicht selbstverständlich. Es zeigt aber deutlich, dass viel Engagement und Einsatzfreude für den künftigen Beruf mitgebracht wird." Dies sagte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Freitag, 12. März, als sie den Gewinnern des Landeslehrlingswettbewerbes 2010 der Floristen gratulierte.

Der Landes- und Bundesbewerb wurde 1966 erstmals in Innsbruck durchgeführt. 19 Floristenlehrlinge des dritten Lehrjahres nahmen heuer am Landesbewerb in Salzburg teil, der zum zweiten Mal auf der Automesse im Messezentrum ausgetragen wurde. So haben rund 20.000 Gäste am Wochenende die Gelegenheit, die Werkstücke zu besichtigen. Als Wettbewerbsarbeiten mussten diesmal eine Dekoration für ein Zweirad, ein Tischschmuck, ein gebundener Strauß, ein Brautstrauß sowie eine Wahlarbeit angefertigt werden. Die drei erstplatzierten Lehrlinge nehmen am Bundeslehrlingswettbewerb teil, der vom 23. bis 27. Juni in der Orangerie der Wiener Hofburg stattfindet. Die Berufsgruppe der Floristen und Gärtner hat in Salzburg 217 Mitgliedsbetriebe mit rund 600 Beschäftigten und 98 Floristenlehrlingen.

"Der Beruf des Floristen ist einer der ganz wenigen Berufe, der viel mit Freude, mit Liebe, mit Gefühlen zu tun hat, denn die Menschen schenken zu besonderen Anlässen Blumen. Blumen und ihre besondere Schönheit begleiten uns unser ganzes Leben. Kreativität, Gefühl für Form und Farbe und das Gespür dafür, was zum besonderen Anlass passt, sind jene Eigenschaften, die Floristen haben müssen, damit aus einer Kreation etwas Besonderes wird. Wenn man sich die Werkstücke ansieht, die hier im Bewerb erstellt worden sind, kann man schon auf den ersten Blick ganz viele dieser Eigenschaften erkennen", so Landeshauptfrau Burgstaller. o53-21 

Franz Neumayr wird den Redaktionen Fotos vom Landeslehrlingswettbewerb der Floristen anbieten.

Lebensräumen auf der Spur
11.3.2010
 
 
NaturLand Salzburg berichtet über ein Umweltbildungsprojekt an Volksschulen im Land Salzburg
 
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Im Land Salzburg gibt es neben dem Nationalpark Hohe Tauern eine große Vielfalt an erlebens- und entdeckenswerter Natur. Jede Salzburger Gemeinde zeichnet sich durch ihre ganz eigene Lebensraumvielfalt aus, die zum Naturerleben und Naturerforschen einlädt. Seit dem Jahr 2006 können Volksschulen im Bundesland Salzburg bei der von der Abteilung für Naturschutz geförderten Aktion "Lebensräumen auf der Spur" einen Lebensraum in ihrer Gemeinde auswählen, den sie mit ihren Kindern erforschen möchten. Darüber berichten Mag. Anneliese Köck und Mag. Irene Rathgeb von der Lernwerkstatt für Natur und Umwelt in der aktuellen Ausgabe der Informationszeitschrift NaturLand Salzburg.

Die Lernwerkstatt für Natur und Umwelt hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Lebensräume in den Gemeinden zu Klassenzimmern im Freien zu machen, wo das Begreifen von ökologischen Zusammenhängen und das Erforschen von biologischer Lebensvielfalt möglich werden. Freude am Erleben und Erforschen von Natur im heimatlichen Umfeld fördert die Identifikation mit dem ländlichen Raum, macht Lust auf das Mitgestalten einer lebenswerten Zukunft und ist unabdingbare Voraussetzung für die Eigenverantwortlichkeit im respektvollen Umgang mit unserer reich strukturierten Kulturlandschaft. Für die Vorbereitung des Freilandtermines wird den Lehrenden eine kindgerecht aufbereitete Unterrichtsmappe zur Seite gestellt. An einem Vormittag arbeiten dann zwei auf Ökopädagogik spezialisierte Biologinnen von der Lernwerkstatt für Natur und Umwelt mit den Kindern rund um das Thema. Bisher haben mehr als 4.500 Kinder an dieser Aktion teilgenommen.

Von knorrigen Baumriesen und Biberspuren

Viele Kinder haben sich bei diesem Projekt auf Spurensuche nach Biber und Co. in den Auwäldern an der Salzach gemacht und sich dabei mit den ökologischen Besonderheiten dieser Landschaften am Fluss auseinandergesetzt. In Laubwäldern sind die jungen Forscherinnen und Forscher knorrigen Baumriesen begegnet, haben deren Bedeutung für Höhlenbrüter und Altholz bewohnende Käferarten erfasst und über behütende Kinderhände sind Tausendfüßer und andere Boden bewohnende Vielbeiner geeilt. Bei Nistkasten-Workshops haben die teilnehmenden Klassen erfahren, was man für Kohlmeise und ihre Verwandtschaft tun kann und was beim Aufhängen von Nistkästen zu beachten ist. Andere Schulen haben von der Jägerschaft gepflanzte Hecken erkundet und an Ort und Stelle über die vielfältigen Funktionen dieses Lebensraumes nachgegrübelt.

              Von Weihern, Eisvögeln und kurvigen Bächen

In Dorfweihern und Gemeindebächen haben sich die Kinder auf die Suche nach Eintagsfliegenlarven oder Egeln begeben. Sie sind durchs Wasser gewatet, haben Floße auf Reisen geschickt und der Lebensraum Wasser ist so zum Abenteuer und zu einem Stück Zauber der Kindheit geworden. Beim renaturierten Eisbach am Wallersee haben Schülerinnen und Schüler durch eigenes Beobachten erfasst, was Strukturvielfalt bedeutet und was sie bewirkt. Landschaftsästhetik ist bewusst erlebt und Hochwasserschutz mit kurvigen breiten Bachbetten in Verbindung gesetzt worden.

Bewusstes Erleben in Natura 2000-Gebieten

Im Natura 2000-Gebiet Tauglgries ist den Schülerinnen und Schülern die herausragende Bedeutung der freien Schotterflächen für Kiesbrüter bewusst geworden und sie sind spielerisch an das dort sehr aktuelle Spannungsfeld zwischen Ökologie und Freizeitverhalten herangeführt worden. Anrainerschulen der Natura 2000-Gebiete Weidmoos, Wenger Moor und Oichtenriede haben den Lebensraum Feuchtwiese erforscht und sich mit dem Thema Wiesenbrüterschutz auseinandergesetzt. Hier wird über das Bindeglied Schule für die Idee des Europäischen Netzwerkes Natura 2000 geworben. Akzeptanz für und Identifikation mit diesem grenzüberschreitenden Projekt hängen in hohem Maße von der Informiertheit der Bevölkerung sowie von persönlicher Faszination und von eigenem Erleben ab. o52-60

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Ökumenisches Abendgebet mit Gesängen aus Taizé und der Ostkirche